Hamar

Hamar

Hamar – ein Film über eine Begegnung mit einem Volk Südäthiopiens

Idee und Konzept für den Film sind 2010 während eines längeren Aufenthalts der Postabiturientin Olga Bach bei den Hamar in Südäthiopien entstanden.

Die Kamera hält die Auseinandersetzung der in einem westlichen Wohlstandsland aufgewachsenen Europäerin mit der Lebensweise, Sprache und Kultur einer Familie im Busch fest. Hierbei wird kein ethnologischer Anspruch erhoben, kein Versuch gemacht, die Bedeutung des Dargestellten aufzuschlüsseln; vielmehr teilt der Zuschauer die Ratlosigkeit, das Befremden, aber auch die Faszination, das Bestreben, sich auf etwas vollkommen Fremdes einzulassen, welche die Regisseurin ständig begleiteten.

Zurück in Berlin wurden Tagebuchpassagen Olga Bachs aus der Zeit, während der sie allein bei den Hamar lebte, den Bildern zugefügt. In dem Zusammenspiel der reflektierenden Sprache und der für sich sprechenden Bilder wird der Standpunkt des Voyeurs, des Beobachters nicht verleugnet, sondern im Gegenteil als zentraler Mitträger der Situationsbedeutung verstanden. Denn das wahrgenommene Objekt, die gefilmte Szene, ist immer und ausschließlich bestimmt und modifiziert durch ein rezipierendes Subjekt, das als solches festgehalten werden muss.

Der Schnitt dieses Videotagebuches hat mich komplett aus dem Hier und Jetzt katapultiert.